Dekanat Rüsselsheim

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        Tag der offenen Moschee

        DITIB setzt auf Nachbarschaft und gutes Miteinander

        Heidi Förster

        Nachbarschaft pflegen, ins Gespräch kommen, miteinander essen und trinken – Freundlich werden die Besucher am Tag der offenen Moschee von der DITIB Gemeinde in der Groß-Gerauer Fabrikstraße empfangen. Bei einem Tee erzählt Emre Yildirim, dass er in Groß-Gerau aufgewachsen und gerade in Ausbildung zum Groß-und Handelskaufmann sei. Nicht nur freitags kommt er in seine Gemeinde zum Gebet.

         „Das hilft uns, vom Alltag ein bisschen runterzukommen. Hier vergisst man den Alltagsstress und tut was für die Seele, man trifft Freunde.“
        Die Türkisch Islamischen Gemeinde (DITIB) wurde vor 31 Jahren in Groß-Gerau als Verein gegründet und hat etwa 300 Mitglieder. Der Vorsitzende Hüseyin Aydogdu betont: „Unsere Türen stehen nicht nur türkischen, türkischstämmigen oder muslimischen Menschen offen, sondern allen.“ Neben dem Freitagsgebet von Hodscha Mustafa Sener wird am Wochenende Koranunterricht für Kinder und Jugendliche angeboten und Gemeindemitglieder treffen sich nach Absprachen unter der Woche zum Austausch, zu Tee und Kuchen. Auch die Tochter des Vorsitzenden, Hilal Catalkaja empfängt die Gäste, führt durch die Moschee und freut sich auf diese Begegnungen, die helfen, Ängste abzubauen, denn: „ohne interkulturelle Berührungen wird alles fremd, man sieht alles schlecht“. Der Glaube sei eine wichtige Stütze in ihrem Leben, gebe ihr: „Halt, Barmherzigkeit, Miteinander und Glaube an das Gute in der Welt.“
        Angesprochen auf Vorurteile und rassistische Parolen,  die vor allem in Stammtischparolen immer lauter werden, dass sich türkische Gemeindemitglieder  nicht integrieren wollten, weist Zafer Polat, der früher im Ausländerbeirat mitgearbeitet hat, entschieden zurück. „Ich fühle mich in Groß-Gerau zuhause. Ich kam mit 16 Jahren und habe bei Opel gearbeitet und gute Kontakte zu Arbeitskollegen und Nachbarn. Wer hier geboten ist, den Kindergarten besucht und in Ausbildung ist, ist automatisch integriert.“ Dies kann Hilal Catalkaja nur unterstützen. Sie arbeitet als Industriekauffrau bei der BASF und erwartet ihr erstes Kind. „Groß-Gerau ist für mich eine kleine gute Stadt mit vielen guten Freunden in der Nachbarschaft.“

         

        Heidi Förster
        Öffentlichkeitsarbeit

         

        Foto: von links nach rechts:
        Zafer Polat, Hilal Catalkaja, Emre Yildirim, Emre Ertem

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