Dekanat Rüsselsheim

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        Vielfältige Angebote und Wohnraum

        Kirche in Groß-Gerau Nord soll Diakoniezentrum werden

        Heidi FörsterPressegespräch zum Umbau der Ev. VersöhnungsgemeindePressegespräch zum Umbau der Ev. Versöhnungsgemeinde

        Angebote bündeln, Menschen erreichen und als kirchlich-diakonischer Ort erkennbar bleiben, so beschreibt Dekanin Birgit Schlegel den geplanten Umbau der Ev. Versöhnungsgemeinde in Groß-Gerau Nord zu einem Diakoniezentrum.

         

        Am 17. August 2016 stellten das Ev. Dekanat Groß-Gerau-Rüsselsheim und die Diakonie Hessen bei einem Pressegespräch in den Räumlichkeiten der Ev. Versöhnungsgemeinde in Groß-Gerau Nord, Danziger Straße 6, den geplanten Umbau der Räume zu einem Diakoniezentrum der Öffentlichkeit vor. Eigentümerin der gesamten „Liegenschaft Danziger Straße 6“ ist die evangelische Versöhnungsgemeinde Groß-Gerau Nord. Sie wird durch einen vom Dekanatssynodalvorstand (DSV) des Ev. Dekanats Groß-Gerau-Rüsselsheim eingesetzten Ausschuss vertreten. Vorsitzender dieses Ausschusses ist Pfarrer Michael Scherer-Faller. 

        Seit 2009 Tafel und Begegnungscafé in der Danziger Straße 6

        Das im Jahr 1965 errichtete Gemeindezentrum der Ev. Versöhnungsgemeinde stand angesichts geschrumpfter Mitgliederzahlen (heute 820 Gemeindemitglieder) vor dem Problem, den Erhalt und den Unterhalt des Gemeindehauses finanziell zu sichern, sodass bereits 2009 die Tafel mit Begegnungscafé für Frauen, Kinder, Näh- und Kochkursen dort einzog. Jetzt plant das Diakonische Werk, die gesamte Liegenschaft inklusive Kirche und Pfarrhaus in ein Diakoniezentrum umzubauen. „Sobald wir mit Hilfe der Kirchenverwaltung ein Erbbau-Pachtvertrag mit dem Diakonischen Werk abgeschlossen haben, kann die Übergabe der Liegenschaft samt der Gebäude stattfinden und die Kirche zu einem Diakoniezentrum umgebaut werden“, erklärte Pfarrer Michael Scherer-Faller.

        Diakoniezentrum heißt: Praktisches Evangelium leben

        In Groß-Gerau Nord soll ein Diakoniezentrum entstehen, ein einmaliges „Pilotprojekt“ in Hessen, so die Veranstalter, um bedürftigen Menschen im Kreis Groß-Gerau vielfältige Hilfen und Wohnraum zu bieten.  „Wir leben das praktische Evangelium. Hier entsteht ein Ort des Zuhörens und des Ankommendürfens. Der Geist von 50 Jahren Kirche wird bleiben“, erklärte Lucian Lazar, der Leiter des regionalen Diakonischen Werks Groß-Gerau-Rüsselsheim. Und Pfarrer Michael Scherer-Faller ergänzte, dass: „so die evangelische Kirche vor Ort und in der Region ihren Dienst am Nächsten weiter verwirklichen kann.“ Die Gemeinde wünsche sich auch, so Scherer-Faller, „dass als sichtbares Zeichen gelebten Christentums in Zukunft auch das Kronenkreuz der Diakonie den Kirchturm zieren wird.“
        „Sozial Benachteiligte sind keinesfalls sozial schwach und haben in der Gesellschaft keine Lobby“, betonte die Öffentlichkeitsbeauftragte Heidi Förster vom Ev. Dekanat Groß-Gerau-Rüsselsheim zur Bedeutung dieses Projektes von Kirche und Diakonie. Die Gesamtkosten für den Umbau lägen laut Diakonie-Vorstand Wilfried Knapp bei zirka  2,5 bis 3 Millionen Euro. Architektin Gerda Schmitt erläuterte den Gemeindemitgliedern und Pressevertretern die Umbaupläne für Kirche, Pfarrhaus und Gemeindehaus. Sobald die Baugenehmigungen vorlägen, so Architektin Schmitt, könne voraussichtlich im Mai 2017 mit dem Umbau, der etwa 18 Monate dauern werde, begonnen werden. Dann würden in der Kirche  drei Geschosse für Büro- und Beratungsräume sowie sechs Wohnungen mit je ca. 80 Quadratmetern Wohnfläche und Büro- und Beratungsräume für ca. 20 Mitarbeiter/Innen eingezogen.

        Kirche ist immer auch diakonische Kirche

        Dekanin Birgit Schlegel betonte bei dem Pressegespräch, dass Kirche immer auch diakonische Kirche sei. „Daher freue ich mich, dass nach einem längeren Prozess der Beratungen wir als Kirche und Diakonie nun im Großen und Ganzen soweit sind, in Groß-Gerau Nord ein diakonisches Zentrum mit vielfältigen Angeboten für ganz unterschiedliche Menschen entstehen zu lassen. Wichtig für uns im Dekanat Groß-Gerau-Rüsselsheim und in der Gemeinde ist, dass die Versöhnungskirche mit ihrem markanten Erscheinungsbild und dem sie umgebenden Gebäudeensemble erhalten und weiterhin als ein kirchlich-diakonischer Ort erkennbar bleibt. Ich erhoffe mir, dass es durch dieses Zentrum einfacher wird, Angebote zu bündeln, Menschen besser zu erreichen und die Zusammenarbeit von regionalem Diakonischen Werk und den Kirchengemeinden unseres Dekanats - z.B. im Bereich des Familienzentrums - zu intensivieren.“

        Bürgermeister Sauer: Gemeinwesenorientierte Arbeit im Verbund starker Partner

        Bürgermeister Stefan Sauer betonte die gute Zusammenarbeit von Diakonie, Kirche, Kreis und Stadt. Als Beispiel nannte er das gemeinsame Projekt „Mehrgenerationenhaus“, das landesweit von der Bundesregierung gefördert wird und am 31. Januar 2008 in Groß-Gerau feierlich eröffnet wurde. „Das Mehrgenerationenhaus ist ein offener Treffpunkt für Menschen verschiedener Altersgruppen und Kulturen. Hier treffen sich Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren, um miteinander zu reden, zu spielen, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu helfen“, so die Projektbeschreibung. Und laut Sauer sei die Danziger Straße 6 künftig der richtige Platz für die weitere gut vernetzte, am Gemeinwesen orientierte Arbeit. Dass mit dem Diakoniezentrum die vielfältigen sozialen Hilfen für Menschen aus dem Kreis Groß-Gerau noch enger vernetzt werden und die Arbeit insgesamt sichtbarer werde, hob auch der Erste Kreisbeigeordnete Walter Astheimer bei dem Pressegespräch hervor.

        Charakter von Kirche bleibt erhalten

        „Um den Charakter der Kirche und die Verbindung zwischen Diakonie und Kirche weiterhin zu erhalten, ist im Erdgeschoss des Kirchengebäudes ein Andachtsraum geplant, der sowohl von den Mitarbeiter/Innen als auch von der Kirchengemeinde genutzt werden kann, die nach 50 Jahren das Gebäude verlässt“, so die Veranstalter.

        Im Gottesdienst am 6. März 2016 hatten die Groß-Gerauer Abschied von ihrer Kirche genommen und das Kreuz und die sakramentalen Gegenstände in einem feierlichen Umzug per Leiterwagen in die nahegelegene Ev. Stadtkirche Groß-Gerau gebracht. Pfarrer Michael Scherer-Faller erläuterte, dass damit im März 2016 die Voraussetzungen für das geplante Diakoniezentrum geschaffen worden seien. Dafür habe die Gemeinde auf eine Vermarktung der Liegenschaft uneigennützig verzichtet. Den dafür nötigen Beschluss hatte der damals amtierende Kirchenvorstand der Ev. Versöhnungsgemeinde Groß-Gerau Nord im letzten Jahr gefasst.

        Weitere Informationen erhalten Sie bei Pfarrer  Michael Scherer-Faller, erreichbar in der Ev. Stadtkirchengemeinde, Kirchstraße 11 in Groß-Gerau, Telefon 06152/ 910280 oder per E-Mail unter michael@fallerpost.de. Dekanin Birgit Schlegel ist im vorläufigen Sitz des Ev. Dekanats Groß-Gerau-Rüsselsheim unter 06142-9136711 erreichbar.

        Foto:
        Auf dem Foto oben sind von links nach rechts abgebildet: Dekanin Birgit Schlegel, Diakonie-Vorstand Wilfried Knapp, Leiter des regionalen Diakonischen Werks Groß-Gerau/Rüsselsheim Lucian Lazar, Pressesprecherin Kathleen Niepmann von der Diakonie Hessen, Erster Kreisbeigeordneter Walter Astheimer des Kreises Groß-Gerau, Bürgermeister Stefan Sauer der Kreisstadt Groß-Gerau.

        Heidi Förster
        Öffentlichkeitsarbeit

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