Dekanat Rüsselsheim

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        Schweigemarsch in Groß-Gerau

        Gedenken an die Opfer der Pogromnacht

        Heidi Förster

        Mit einem Schweigemarsch gedachten am 9. November 2016 rund 100 Menschen in Groß-Gerau der Opfer der Pogromnacht 1938. Der Schweigemarsch führte vom Marktplatz zum Synagogengedenkstein in der Adolf-Göbel-Straße..

        Schüler der Prälat-Diehl-Schule trugen Augenzeugenberichte vor und schilderten, wie die Häuser der Juden in Groß-Gerau am 9. November 1938 überfallen und geplündert wurden. Jüdische Männer wurden festgenommen und mussten zum Gespött der Bevölkerung auf dem Marktplatz Turnübungen verrichten bevor sie ins Konzentrationslager Buchenwald gebracht wurden. Die Demütigungen gingen soweit, dass sie gezwungen wurden, beim Verlassen Groß-Geraus „Muss i denn zum Städtele hinaus“ zu singen. Danach begann in Deutschland die systematische Judenverfolgung, die drei Jahre später in den Holocaust münden sollte.
        Der erste Stadtrat Richard Zarges unterstrich die Bedeutung der Erinnerung an die Vertreibung und Vernichtung der Groß-Gerauer Juden. „Wir versuchen dabei, ihnen nachträglich auf diesem Wege ihre Würde zurückzugeben und wir führen uns dies Schrecklichen Geschehnisse vor Augen, um für das Hier und Jetzt zu lernen und eine Wiederholung zu verhindern.“
        Zarges appellierte daran, „hinzuschauen, wenn Menschenrechte missachtet werden, ja wenn Menschen Hilfe suchen, an Leib und Leben bedroht werden. Helfen Sie mit und stehen Sie dafür ein, dass nicht Hass und Aggressionen, wie sie derzeit in den sozialen Netzwerken zu erleben sind, die Oberhand gewinnen.“

        Zum Schluss der vom evangelischen Posaunenchor umrahmten Gedenkstunde legte Richard Zarges mit Holger Tampe, dem Vorsitzenden des Ev. Dekanats Groß-Gerau-Rüsselsheim, am Gedenkstein einen Kranz nieder.

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