Dekanat Rüsselsheim

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        Sozialpolitischer Gottesdienst

        Gerechtigkeit war Thema am Bußtag

        Peter WagnerAlexander Kurz und Pfarrerin Maria Heiligenthal gestalteten den Gottesdienst.

        „Um Gottes Willen – wo bleibt die Gerechtigkeit?“ lautete das zentrale Thema des diesjährigen Buß- und Bettag-Gottesdienstes, der am 22.11. in der Rüsselsheimer Stadtkirche stattfand. Erstmals wurde in dieser Kirche auch ein Gottesdienst live über Facebook übertragen.

        Peter WagnerBeim Buß- und Bettagsgottesdienst am 22.11.2017 in der Rüsselsheimer Stadtkirche

        Der Gottesdienst, der im Wechsel gesprochen wurde von Maria Heiligenthal, Pfarrerin für Gesellschaftliche Verantwortung und Alexander Kurz, Dekanatsjugendreferent, startete mit dem Versuch einer Definition, was Gerechtigkeit eigentlich sei. Hier beginnt bereits die Schwierigkeit: Ist es gerecht, jeden gleich zu behandeln oder heißt jedem gerecht zu werden, eben jeden anders zu behandeln? Gerechtigkeit heißt auch nicht, es jedem recht zu machen. Vielmehr bedeutet es, dass man sein Bestes gibt und sich jedem mitfühlend öffnet. Wenn wir ernst nehmen, dass jeder Mensch eine besondere Würde hat und dass er ein Recht auf ein lebenswürdiges Leben hat, dann ist der entscheidende Begriff für Gerechtigkeit „Teilhabe“.

        Für eine Gesellschaft, die auf den ersten Blick in Wohlstand und materieller Sicherheit lebt, ist es für den einzelnen Menschen nicht immer leicht, dies in vollem Umfang auf sich selbst zu beziehen. Die Schere zwischen Arm und Reich ist in den vergangenen 20 Jahren stark auseinander gegangen. „Wie kann es sein, dass jemand, der sein ganzes Leben lang gearbeitet hat, von seiner Rente nicht mehr leben kann? Wie kann es sein, dass auch heute noch in Deutschland ein Schulsystem existiert, das Schülerinnen und Schüler nach sozialer Herkunft aussortiert?“ so Pfarrerin Maria Heiligenthal in ihrer Ansprache.

        Antworten wurden mit verschiedenen Bibelversen gegeben. So heißt es z.B. in Joh. 10, 10: „Ich bin gekommen, damit sie das Leben und volle Genüge haben sollen.“ Kirche hat somit eine große gesellschaftliche Verantwortung, die laut hörbar sein soll.

        Eine technische Besonderheit wurde bei diesem Gottesdienst erstmals praktiziert: Hans Genthe, Medienpfarrer des MedienHauses Frankfurt, hatte die Veranstaltung per Livestream direkt auf Facebook übertragen. Nach endgültiger Auswertung wurden immerhin 317 Videoaufrufe und 17 „Likes“, Kommentare und geteilte Inhalte festgestellt. Ein Kommentar kam sogar aus New York, von einem Reverend der UCC (United Church of Christ).

        Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von dem Duo Max und David, die für ihr Können mit E-Gitarre und Saxofon am Schluss auch reichlich Beifall erhielten.

        Peter Wagner
        Öffentlichkeitsarbeit

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