Dekanat Rüsselsheim

Angebote und Themen

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        Reformationsjubiläum in Rüsselsheim

        Luther bewegte Rüsselsheim von morgens bis abends

        Peter Wagner

        Sieben Stationen konnten am Reformationsjubiläum in Rüsselsheim angesteuert werden - vom gemeinsamen Festgottesdienst in der Lutherkirche bis zum Abendsegen in der Stadtkirche um 20.30 Uhr. Hunderte Rüsselsheimer nahmen an den jeweiligen Veranstaltungen teil - das sonnige Herbstwetter trug sicher auch seinen Teil dazu bei.

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        Peter Wagner

        "Wir sind und bleiben Protestleute!" - so Pfarrerin Dr. Hanne Köhler bei ihrer Begrüßungsrede zum Festgottesdienst in der Lutherkirche. Nämlich Protestierer gegen Ungerechtigkeit, Unfreiheit und menschengemachten Tod. Daher sollte dieser Gottesdienst auch nicht als Luther-Erinnerung gefeiert werden, sondern als Erinnerung an die Auswirkungen der Reformation. Vieles, was uns heute selbstverständlich erscheint, wurde im Zusammenhang mit der Reformation erst möglich, nicht zuletzt das Lesen der Bibel in deutscher Sprache, wodurch wir alle Verlässliches aus dem Leben Jesu in unserer Sprache erfahren.

        In ihrer Predigt markierte Pfarrerin Köhler denn auch die wesentlichen Stationen und Errungenschaften der Reformation, unter anderem der selbständige Glaube, die Bildung, das eigene Gewissen als Richtschnur eigenen Handelns, die singende Gemeinde, ein Ja zur Vielheit. Im letzten Punkt wurde noch einmal deutlich, dass wir das Wesentliche in unserem Leben geschenkt bekommen: Liebe, Vertrauen, selbst das ehrliche Lächeln am Morgen - alles Dinge, die für Geld nicht zu kaufen sind.

        Bunte Bänder bei jeder Station
        Bei jeder Station durften sich die Besucher ein buntes Armband aus Silikon mitnehmen, in das jeweils ein Lutherzitat eingeprägt ist. So ist z.B. auf dem weißen Band zu lesen: "Frieden erhalten ist besser als Frieden schließen". Auf dem grünen: "Fürbitten  heißt: jemandem einen Engel schicken". "Der Himmel ist uns umsonst gegeben und geschenkt!" steht auf dem blauen Band. Sie entwickelten sich zu begehrten kleinen Andenken an diesen Tag.

        Die Lutherrose - eine Meditation in fünf Blättern
        Die evangelische Kirche in Bauschheim war Station für eine Andacht und Meditation zur Lutherrose. Eine künstlerische Neuinterpretation von Eva-Marie Dobrawa stand dabei im Mittelpunkt. Jedes der fünf Rosenblätter erhielt eine eigene Bedeutung, von der Interpretation Martin Luthers bis zum noch nicht ganz entfalteten fünften Blatt, das eine für uns ungewisse Zukunft symbolisiert. Dazwischen standen das zweite Blütenblatt, das ein geöffnetes Fenster zur Welt darstellt, die eigentliche Bedeutung des griechischen Wortes Oikumene. Das dritte Blatt zeigte einen Barcode, der an die Möglichkeiten der modernen Technik erinnerte. Im vierten Blatt schließlich war die erste der 95 Thesen Luthers zu lesen, in dem zur Umkehr und Buße aufgefordert wird.

        Zwischen den Meditationen spielte das Flötenensemble der Mainzer Lutherkirche Kompositionen von Tallis, Bach, Luther, Schein und Hassler, durchweg im 16. Jahrhundert geschrieben.

        Beten mal anders
        Unter dem Motto "Der Himmel ist uns umsonst gegeben und geschenkt" wurden in der evangelischen Kirche in Haßloch-Nord Fürbitten neu interpretiert und gebetet.

        Filmsplitter
        Die Wicherngemeinde schließlich präsentierte Filmsequenzen und em Titel "Splitter der Reformation".

        Katharina bittet zu Tisch
        Ein langer Tag voller neuer Entdeckungen macht natürlich hungrig, und was liegt da näher als ein gemeinsames deftiges Essen nach Rezepten von Katharina von Bora? Ab 18.30 Uhr lädt die Martinsgemeinde ein zu Schmalzbrot und Linsensuppe mit Würstchen, bevor dieser Tag mit dem gemeinsamen Abendsegen zu Ende geht.

        Peter Wagner
        Öffentlichkeitsarbeit

         

         

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