Dekanat Rüsselsheim

Angebote und Themen

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        Eine-Weltladen Dornheim

        Perspektiven schaffen durch fairen Handel

        (c) Wolfgang KöhlerDas Dorf Maziwa/Kenia

        Am 21. April 2017 fand die jährliche Mitgliederversammlung des Vereins „Partnerschaft Dritte Welt – Dornheim 1980 e.V.“ statt. Das Ev. Dekanat Groß-Gerau – Rüsselsheim ist seit Februar 2006 aktives Mitglied in diesem Verein.

        In der Öffentlichkeit ist das „Fachgeschäft des Fairen Handels“ im Zentrum von Dornheim eine bekannte Institution. Sämtliche Produkte dort sind fair gehandelt, d.h., den Erzeugern in der Dritten Welt wird ein fairer Preis gezahlt, der ihnen ein menschenwürdiges Leben ermöglicht. Damit steht der Verein und der Laden für ein klassisch-christliches Thema, nämlich der Gerechtigkeit und der Gleichberechtigung aller Menschen auf diesem Planeten. Gerechtigkeit endet jedoch nicht an Landesgrenzen, sondern ist global. Während z.B. Kinderarbeit bei uns verboten ist, nehmen wir sie in der Dritten Welt als „traurige Tatsache“ hin. Auf diese Weise ist unser Wohlstand jedoch teilweise erkauft mit der Ausbeutung unzähliger Menschen. Erklärtes Ziel des fairen Handels ist es daher, diese Ausbeutung zu beenden.

        Verbunden mit dem fairen Handel ist jedoch nicht nur die soziale Frage. Mittlerweile spielen auch Begriffe wie ökologischer Anbau und Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle bei den oftmals kleinen und genossenschaftlich organisierten Erzeugern.

        „Aber für das Ziel, mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel und die nachhaltige Entwicklung in allen Ländern zu erreichen, gilt es noch viel zu tun“, so Irene Seiler, 2. Vorsitzende des Vereins. "Der Druck auf die Unternehmen, gerechtere Preise und Löhne zu zahlen sowie Kinder- und Sklavenarbeit zu verbieten, steige, wenn fair gehandelte Produkte konsequenter nachgefragt werden."  

        Der Verein
        Als der Verein 1980 auf Initiative des damaligen Dornheimer Pfarrers Wolfgang Köhler gegründet wurde, waren Ökologie und Nachhaltigkeit freilich noch keine großen Themen. Damals ging es um Aktionen, die den Blick der jungen Menschen für die Probleme außerhalb unserer Wohlstandsgesellschaft schärfen sollten. Aus dieser Arbeit erwuchs eine Gruppe von verlässlich engagierten Menschen, die mit Informationsveranstaltungen z.B. über Tee oder sauberes Trinkwasser auf die Problematik zwischen „Mangel und Überfluss“ aufmerksam machte. Die Arbeit dieser Gemeindegruppe führte letztlich zur Gründung des Vereins und später zum „Dritte-Welt-Laden“ im Zentrum von Dornheim, der zwar längst ein Eine-Welt-Laden ist, aber oft noch so genannt wird. Der Laden selbst ist - entsprechend der Ziele des Vereins - nicht nur Verkaufsraum, sondern gleichzeitig Informationszentrum für interessierte Menschen, Initiativen und damit auch für Konfi- und Schülergruppen. Da der Laden ehrenamtlich geführt wird, ist er nur zu bestimmten Zeiten geöffnet. Derzeit ist das donnerstags von 16 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 12 Uhr. Daneben gibt es aber auch regelmäßig Stände auf Weihnachtsmärkten, regionalen Öko-Märkten oder anderen Veranstaltungen.

        Projekte
        Neben den Aktivitäten in der Region beteiligt sich der Verein auch an Projekten, die die Vision einer gerechten Welt umzusetzen versucht. Unterstützt werden z.B. Partnerprojekte in Kenia im Tana-River-District oder ein Kinderheim in der Nähe des Victoriasees. Spenden, Beiträge und Einnahmen aus Verkäufen fließen in diese Projekte mit dem Ziel, die Lebensbedingungen dort zu verbessern und junge Menschen dazu zu bringen, nicht in die Städte oder nach Europa auszuwandern. Spenden der Stadt Groß-Gerau wurden daher von den anwesenden Mitgliedern des Vereins sehr begrüßt und die Stadt selber zollt damit ihren Respekt vor der Leistung der Ehrenamtlichen.

        Engagement des Dekanats
        Das evangelische Dekanat unterstützt mit seinem Mitgliedsbeitrag die Projekte in Kenia. Eine weitere Aktion wird derzeit verfolgt, im Rahmen des Reformationsjahres in Kenia Baumpflanzungen zu unterstützen. Jörg Wilhelm, Beauftragter für Umwelt und Nachhaltigkeit im Dekanat, hat hierzu bereits konkrete Ideen entwickelt. Das Luther zugeschriebene „Apfelbaum-Zitat“ war der Auslöser, und da ein Baum alleine etwas wenig ist, sollen nun insgesamt 500 Obstbäume weltweit gepflanzt werden, für jedes Reformationsjahr eines. Mit solchen Bäumen wird die Ernährungsbasis vor Ort vielseitiger und Bäume helfen mit, den Klimawandel zumindest zu mildern.

        Jörg Wilhelm, Beauftragter für Umwelt und Nachhaltigkeit
        Barbara Reis, Mitglied des Vereins

        Weitere Informationen unter www.pdw-dornheim.de

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