Dekanat Rüsselsheim

Angebote und Themen

Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote des Dekanates Rüsselsheim - Groß Gerau zu Ihnen passen. Über das Kontaktformular sind wir offen für Ihre Anregungen.

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        Tagung der Dekanatssynode

        Verabschiedung von Pfarrerin Gabriele Göbel

        Heidi Förster

        Am 26. Oktober 2017 haben die Delegierten des Ev. Dekanats Groß-Gerau-Rüsselsheim in einem Gottesdienst zu Beginn ihrer Synodentagung im Ev. Gemeindehaus in Walldorf Pfarrerin Gabriele Göbel feierlich verabschiedet. Im Rüsselsheimer GPR-Klinikum und in der Alten- Kranken und Hospizseelsorge hat Gabriele Göbel seit 2011 vielen Menschen in Krisen und Krankheit Trost gespendet, Mut gemacht und neue Wege aufgezeigt.

        „Christliche Seelsorge in Grenzsituationen des menschlichen Lebens ist wichtig“, betonte Dekanin Birgit Schlegel in ihrer Andacht die Bedeutung dieser übergemeindlichen Pfarrstelle (AKH), die künftig als Vollzeitstelle am Rüsselsheimer Klinikum (GPR) im Ev. Dekanat Groß-Gerau-Rüsselsheim besetzt werden soll. Gabriele Göbel wird künftig am UNI-Klinikum Mainz und im Gemeindedienst im Dekanat Wöllstein arbeiten.

        Verkauf der Immobilie Helwigstr. 30 für ein soziales Projekt mit jungen Erwachsenen

        Die  anwesenden Delegierten aus den 26 Kirchengemeinden des seit Januar 2016 fusionierten Dekanats befassten sich zu Beginn ihrer Tagung mit dem Verkauf ihrer Immobilie „Helwigstr. 30“, dem früheren Dekanatssitz des Ev. Dekanats Groß-Gerau. Seit 2016 ist das Katharina-von-Bora-Haus in Rüsselsheim der vorläufige Sitz des fusionierten Dekanats. Mit der zusätzlichen Nutzung des nebenstehenden Pfarrhauses seit Sommer dieses Jahres konnte in Rüsselsheim übergangsweise für alle Mitarbeiter/Innen Platz geschaffen werden, bis über einen endgültigen Sitz entschieden sein wird. Grundlage des Verkaufsbeschlusses des Dekanats ist, dass es keine zwei Standorte geben soll, die Mitarbeiter/Innen an einem Standort erreichbar sind und eine Vermietung nicht rentabel ist. Das Gebäude mit 400 Quadratmetern hat einen Verkaufswert von 830.000 Euro und soll laut Beschluss an die Stiftung der Diakonie Hessen verkauft werden, die dem Sozialpsychiatrische Verein (SPV) gemeinsam mit dem regionalen Diakonischen Werk (rDW) in dem Gebäude ein Wohn- und Betreuungsangebot für junge, „entkoppelte“  Menschen ermöglichen wird. Wie der Leiter des regionalen Diakonischen Werks  Lucian Lazar ausführte, „fallen diese jungen Erwachsenen  häufig aus den Hilfesystemen heraus und landen in der Wohnungslosenhilfe, wo sie auf Grund ihrer spezifischen Anforderungen und psychischen Probleme nicht adäquat betreut werden können“.
        Als weiteren Tagesordnungspunkt hatten die 52 anwesenden Delegierten über die weitere Finanzierung einer halben Stelle für die Flüchtlingsarbeit im Kreis zu entscheiden.

        Unterstützung der weiteren Flüchtlingsarbeit im Kreis Groß-Gerau

        Engagiert berichtete Annica Haryono von ihrer Arbeit zum Aufbau von Strukturen und Unterstützungsangeboten für 4121 Geflüchtete, die seit 2015 im Kreis Groß-Gerau untergebracht wurden. Vor allem ging es darum, Ehrenamtliche für die Arbeit mit Flüchtlingen zu gewinnen und zu unterstützen. Dafür wurde die Diplompädagogin 2016 mit einer halben Stelle für zwei Jahre aus Mitteln des Dekanats Groß-Gerau/Rüsselsheim, dem regionalen Diakonischen Werk Groß-Gerau/Rüsselsheim sowie des EKHN-Fonds beim regionalen Diakonischen Werk eingestellt. Gemeinsam mit der Volkhochschule wurden kostenlose Fortbildungs- und Vortragsreihen für Ehrenamtliche durchgeführt. Daran nahmen  insgesamt 170 freiwillige Flüchtlingsbetreuer/Innen teil, ohne die die Betreuung der Flüchtlinge kaum möglich gewesen wäre.  2015 habe der Betreuungsschlüssel für die örtlichen Sozialarbeiter/innen bei 1:300 gelegen. Inzwischen, so Haryono, habe sich die Arbeit der Ehrenamtlichen verändert. „Von der Begleitung Geflüchteter zu Behörden, Kleiderkammern oder zum Arzt sei heute zunehmende die Unterstützung bei der Arbeits- und Wohnungssuche wichtig.“ Künftig gehe es darum, so Haryono weiter, die wichtige Vernetzungsarbeit im Kreis und die Begleitung und Fortbildung Ehrenamtlicher weiterzuführen, dabei „weg vom Sonderstatus Geflüchteter zu allgemein Hilfsbedürftigen zu kommen“ und sozial Benachteiligte bei der Integration in die Gesellschaft zu unterstützen.
        Diese Arbeit wird nach Beschluss der Dekanatssynode für zwei weitere Jahre aus Mitteln der Ev. Dekanats Groß-Gerau- Rüsselsheim, dem Ev. Dekanat Ried, dem regionalen Diakonischen Werk Groß-Gerau/Rüsselsheim sowie aus Mitteln des EKHN-Fonds fortgeführt.

        Ökumenisches Projekt

        Im Rahmen des „Ökumenischen Projektes“ werden aus Mitteln der Kirchengemeinden und des Dekanats das Projekt  „Sea-Eye“ zur Rettung von Flüchtlingen in Seenot sowie das „Lubango-Zentrum, Tansania“, ein Jugend- und Frauenzentrum, das den Jugendlichen und Frauen den Umgang mit Wasser, Nähkenntnisse und Bildung ermöglicht, mit jeweils 3500 Euro unterstützt.

        Wahlen und Haushalt
        Als Stellvertreterin für Pfarrerin Dr. Hanne Köhler für die Kirchensynode wurde Pfarrerin und stellvertretende Dekanin Heike Hiess gewählt. In den Kirchenmusikausschuss wurde Dekanin Birgit Schlegel gewählt.
        Die Dekanatssynode stimmte im weiteren Verlauf der Sitzung dem Dekanatshaushaltsplanentwurf 2018 mit Einnahmen in Höhe von 1.900.336 Euro und Ausgaben in Höhe von 1.895.066 Euro zu.

        Im Zuge der Neuordnung der Propsteibereiche der EKHN gehören seit 1. Oktober 2017 die bislang zu Rhein-Main gehörenden Dekanate Groß-Gerau-Rüsselsheim, Dreieich und Rodgau ‑ wie schon einmal bis 1996 ‑ zur Propstei Starkenburg. Ein Besuch der Pröpstin Karin Held ist für die nächste Frühjahrstagung der Dekanatssynode  am 23. Februar 2018 vorgesehen.

          

        Heidi Förster
        Öffentlichkeitsarbeit

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