Dekanat Rüsselsheim

Angebote und Themen

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        Dekanatsprojekt mit 85 Konfis und 8 Pfarrer/Innen

        Weil ich Mensch bin...

        Wilfried Ritz

        „Es war voll gut organisiert, abwechslungsreich, Freizeit gab es auch“ bringt Josephine das Konfirmandenprojekt des Ev. Dekanats Groß-Gerau-Rüsselsheim auf den Punkt. Alexander Kurz und Nicola Herrlich ist es gelungen, die Jugendlichen mit Medieneinsatz aus ihrer Lebenswelt abzuholen - zum Thema des diesjährigen Jugendkirchentags „Weil ich Mensch bin".

        „Weil ich Mensch bin…will ich feiern.“  (Malte, 13, Wallerstädten)
        „Weil ich Mensch bin…lebe ich mit Anderen zusammen.“ (Philipp, 14, Wallerstädten)
        „Weil ich Mensch bin…ist die Ruhe etwas lebensnotwendiges, das, was mich mit Gott verbindet.“
        (Pfarrer Wilfried Ritz, Ginsheim)
        „Weil ich Mensch bin…bin ich wie alle Menschen unendlich wertvoll, was mein Verhältnis auch zu jedem anderen Menschen prägt, weil er oder sie das auch ist.“ (Pfarrer Nico Kopf, Kelsterbach)
        „Weil ich Mensch bin…bin ich nicht perfekt.“ (Jamie, 13, Kelsterbach)
        „Weil ich Mensch bin…will ich ein glückliches Leben führen, will ich glücklich sein.“ (Niklas, 13, Kelsterbach)
        „Weil ich Mensch bin…bin ich einmalig, weil es gibt jeden Menschen nur einmal und kein Mensch ist gleich.“ (Josephine, 13, Ginsheim)
        „Weil ich Mensch bin…bin ich anders.“ (Joel, 13, Ginsheim)
        „Weil ich Mensch bin…habe ich Gefühle.“ (Lena, 13, Kelsterbach)

        Technik, Location, Rahmenprogramm und Workshops wurden sechs Monate lang für die gemeinsame Konfizeit im Jugendzentrum Ronneburg koordiniert. Vier Tage vergehen schnell – doch das Thema „Mensch sein“ hallt in den Köpfen noch nach…  

        Weil ich Mensch bin…will ich feiern.
         

        Highlight der acht rotierenden Workshops von den Pfarrer/Innen war das Thema „Weil ich Mensch bin…will ich feiern.“ Hier hatte die Dekanatsjugend auch Referent/Innen im Gepäck, zur Klärung, was vielleicht bei oder nach dem Feiern droht (Alkohol, k.o.-Tropfen, Überfall…). Die Polizei Main-Kinzig setzte den 13- und 14-Jährigen Alkoholbrillen auf; Damit wurde Philipp aus Wallerstädten klar, „dass man sich gar nicht mehr orientieren konnte.“ Trainerin Tamara Gruber übte mit den Jugendlichen Selbstverteidigung im Rollenspiel. Jamie aus Kelsterbach fühlt sich seitdem sicherer, wenn er vom Schach abends nach Hause läuft. Auch fand er den Hinweis fürs Feiern hilfreich: „Wenn man kurz auf Toilette gegangen ist und seinen Cocktail stehen gelassen hat, dass man das nicht mehr trinken sollte.“ Josephine aus Ginsheim weiß sich jetzt auch im 
        Ernstfall zu wehren: „Dass man erst mal sagen soll, dass die Person weggehen soll, dass man sich andere Personen dazu holt und mit fester Stimme sagt: Lass mich in Ruhe und dass man das nicht möchte“.

        Spaß – nachdenklich werden – Freunde finden    

        Das Resumé von Malte aus Wallerstädten: „Es war was Neues und ich fand es gut, dass sich die Leute bemüht haben, dass wir Spaß haben und noch was lernen. An einigen Stellen wurde man ein bisschen nachdenklicher und das hat auch mal gut getan. Ich finde, dass man auch mal raus muss und andere Leute kennen lernen sollte, weil man sich auch mit Anderen verständigen kann und ich habe neue Freunde gefunden.“ 

        Weil ich Mensch bin … brauche ich Ruhe.   

        Kontrastprogramm zum „Feiern“ bot der Workshop von Pfarrer Wilfried Ritz aus Ginsheim, der bei den Kids zum Thema „Weil ich Mensch bin… brauche ich Ruhe“  mit Atem- und Schweigeübungen nicht nur für Gickelanfälle sorgte, sondern auch sich und die Jugendlichen überraschte: „wie wenig sich Jugendliche bisher mit diesem Thema befasst haben. Die Konfirmanden fanden, das war sehr entspannend, dass sie zur Ruhe finden konnten.  Ruhe ist vielfältig und wichtiger als man denkt -  und dass ihnen die Bedeutung der Ruhe überhaupt bewusst geworden ist. Ruhe in unserer Gesellschaft findet kaum Beachtung bzw. Achtung, weil wir uns definieren über unsere Aktivitäten… dafür werden wir belohnt, für Leistung…“ 

        Weil ich Mensch bin…bin ich Gottes Liebling. 

        Und das wäre ja auch keine evangelische Fahrt, wenn da nicht auch das Mensch-Sein mit Gott in Beziehung gebracht worden wäre. Pfarrer Nico Kopf  hat in seinen Gruppen „Weil ich Mensch bin…bin ich Gottes Liebling“ reflektiert. Die Wortbeiträge der Jugendlichen mündeten in eine Predigt, bei der beim Abschlussgottesdienst kein Mucks zu hören war. Der Kelsterbacher Pfarrer ist überzeugt, „dass alle Menschen wertvoll sind, weil jeder Mensch eine eigene komplette Welt in sich trägt. Und jeder Mensch ist einzigartig. Der christliche Glaube ist nichts anderes ist als die Geschichte einer großen Liebesbeziehung von Gott zu den Menschen. Und ich habe erzählt, dass Gott die ganze Welt nur geschaffen hat, um den Menschen zu begegnen. Wichtigster Tag ist der Sabbat, weil das der Tag der Begegnung ist von Gott zu den Menschen und den Menschen untereinander.“ Nicht nur Lena ließ sich daraufhin mit einem Segensspruch ablichten. Sie meint: „Die Sprüche haben mich aufgemuntert.“ 

        Ellen Schneider-Oelkers fand die „tief schürfenden Gedanken“ der Konfirmand/Innen in dieser Predigt besonders schön. Als „digital immigrant“ und Teamworkerin weiß die Bauschheimer Pfarrerin: „Wir könnten in den Gemeinden so eine Freizeit in dieser inhaltlichen Qualität nicht auf die Beine stellen.“ Organisator Alexander Kurz setzt auf  Multimedia als Methode, um Inhalte zu transportieren. Und dabei geht es ihm darum: „Gott hat alles geschaffen…aber doch nicht alles vorbestimmt. Er hat den Plan offen gestaltet, damit wir in dieser Offenheit unser Leben doch noch selbst in die Hand nehmen.“

        Ruhe, um in die Mitte zu kommen, feiern, um sich zu bewegen, nachdenken, dass man nicht perfekt sein muss, Träume hat, glücklich sein will und die Wahl hat…

        Chapeau ! Die gemeinsame Zeit und die Erlebnisse hallen noch nach lange nach…
        Anmelden können sich die Kirchengemeinden aus „Groß-Gerau-Rüsselsheim-Ried“ schon für 2019. Vom 12. bis 15. Februar ist es wieder so weit. 

           

        Heidi Förster
        Öffentlichkeitsarbeit 

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