Friedenskonzert in der Ev. Stadtkirche Groß-Gerau

veröffentlicht 01.06.2026 von Heidi Förster, Ev. Dekanat Groß-Gerau - Rüsselsheim

Mit lang anhaltendem Applaus bedankte sich das Publikum am Sonntagabend, dem 31. Mai 2026, in der Evangelischen Stadtkirche Groß-Gerau für ein eindrucksvolles Friedenskonzert im Rahmen des Jahresthemas „Für gerechten Frieden streiten“.

Die zahlreichen Besucher*innen erlebten ein bewegendes musikalisches Programm, das die Sehnsucht nach Frieden, Versöhnung und Verständigung in den Mittelpunkt rückte. 
Unter der Leitung von Kantorin Wiebke Friedrich gestalteten die Kantorei, der Jugendchor, der Posaunenchor und das Dekanatsorchester einen abwechslungsreichen Konzertabend. Die Mitwirkenden spannten einen musikalischen Bogen von traditionellen Friedensliedern bis hin zu modernen Kompositionen und bekannten internationalen Songs.
Zu den Höhepunkten des Konzerts gehörten die hebräischen Friedenslieder „Hevenu Shalom Alechem“ und „Schalom Chaverim“, die vom Publikum mit großer Aufmerksamkeit aufgenommen wurden. Eindrucksvoll erklangen das Werk „Trebje Pajom“ von Dmitri Bortnjanski und das „Gebet für die Ukraine“ von Mykola Lyssenko, dessen eindringliche Klangsprache die Zuhörenden tief berührte. 
Einen besonderen Schwerpunkt bildete die Friedensbitte „Verleih uns Frieden gnädiglich“. In verschiedenen musikalischen Bearbeitungen wurde deutlich, wie aktuell und zeitlos die Bitte um Frieden geblieben ist. Die unterschiedlichen Klangfarben von Chor, Bläsern und Orchester verliehen den Werken dabei jeweils einen eigenen Charakter.
Auch moderne Friedensbotschaften fanden ihren Platz im Programm. Mit der Vertonung von Martin Luther Kings berühmten Worten „I habe a dream“ sowie dem Lied „We are the world“ wurde die Hoffnung auf ein friedliches Miteinander eindrucksvoll umgesetzt. Die Aufführungen machten deutlich, dass Musik Menschen über kulturelle, sprachliche und religiöse Grenzen hinweg verbinden kann.
Die große Zahl der Mitwirkenden und ihr engagiertes Zusammenspiel verliehen dem Konzert eine besondere Atmosphäre. Immer wieder waren Momente der Besinnung und des Innehaltens spürbar, bevor kräftige Chorklänge und festliche Bläsermusik den Kirchenraum erfüllten. 
Am Ende stand der Dank des stellvertretenden Dekans Martin Franke-Coulbeaut und der Dekanatsvorsitzenden Gisela Kögler an die Ausführenden und die Erkenntnis, dass Musik eine Sprache spricht, die Menschen verbindet. 
Das Friedenskonzert im Rahmen des Jahresthemas „Für gerechten Frieden streiten“ setzte damit ein starkes Zeichen der Hoffnung und erinnerte daran, wie wichtig der Einsatz für Frieden, Gerechtigkeit und gegenseitigen Respekt in der heutigen Zeit ist.