Mit großer Begeisterung haben rund 80 Besucherinnen und Besucher am Samstagabend, den 20. Juni 2026, die Konzertlesung „Halleluja, Leonard Cohen“ in der evangelischen Kirche in Biebesheim erlebt. Zu Gast war der Journalist, Autor, Musiker und Theologe Uwe Birnstein aus Garbsen, der mit Musik und Erzählungen eindrucksvoll an Leben, Werk und Glauben des 2016 verstorbenen kanadischen Songpoeten Leonard Cohen erinnerte.
Im Mittelpunkt des Abends standen zwölf Songs aus Cohens umfangreichem Werk. Dazu gehörten unter anderem Klassiker wie „Suzanne“, „So Long, Marianne“ und „Halleluja“. Uwe Birnstein präsentierte die Lieder nicht nur musikalisch, sondern verband sie mit kenntnisreichen und anschaulichen Erläuterungen zu Leonard Cohens Lebensweg, seinem Glauben und seiner künstlerischen Entwicklung.
Besonders spannend für das Publikum waren die Hintergründe zu Cohens religiöser Prägung. Cohen stammte aus einer jüdischen Familie, verbrachte aber auch mehrere Jahre in einem buddhistischen Kloster. In vielen seiner Texte setzte er sich mit spirituellen Fragen auseinander und thematisierte immer wieder die Beziehung zwischen Judentum und Christentum. Gerade diese Verbindung von Poesie, Glauben und Musik machte den Abend zu einer ebenso berührenden wie nachdenklichen Reise durch das Werk des großen Liedermachers.
Großes Interesse fanden auch die Einblicke in Cohens persönliche Lebensgeschichte. Uwe Birnstein schilderte die Geschichten hinter einigen Songs und beleuchtete dabei auch Cohens Beziehungen zu Frauen, die sein Leben und Schreiben maßgeblich geprägt haben. So wurde deutlich, wie eng in Cohens Werk Liebe, Sehnsucht, Glauben und Lebenserfahrung miteinander verwoben sind.
Das Publikum in der gut besuchten evangelischen Kirche zeigte sich von der Konzertlesung tief beeindruckt. Immer wieder war zu spüren, wie sehr die Mischung aus Musik, biografischen Erzählungen und theologischen Deutungen die Zuhörerinnen und Zuhörer ansprach. Am Ende gab es viel begeisterten Applaus für einen Abend, der Leonard Cohen als Dichter, Musiker und spirituell suchenden Menschen eindrucksvoll lebendig werden ließ.
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