Mit der Wahl übernimmt er künftig eine zentrale Leitungsaufgabe im Dekanat und wird die kirchliche Arbeit gemeinsam mit haupt- und ehrenamtlich Engagierten weiterentwickeln.
„Ich möchte Menschen stärken, Orientierung geben, Kirche vernetzen und Transformation gestalten“, sagte der 56-jährige in seiner Vorstellungsrede. Seit Oktober 2024 hat Martin Franke-Coulbeaut als stellvertretender Dekan im Ev. Dekanat Groß-Gerau-Rüsselsheim Leitungserfahrung und schätzt die Zusammenarbeit, das Engagement und die Offenheit für Vielfalt im Dekanat. „Kirche ist mehr als Institution, sie ist ein Versprechen, dass Würde nicht verhandelbar ist, dass Gott Vielfalt liebt. Dafür lohnt es sich, Kirche gemeinsam zu gestalten.“
Martin Franke-Coulbeaut ist mit weiterem Dienstauftrag Referent im Stabsbereich Chancengleichheit der EKHN. Als Ansprechperson gegen sexualisierte Gewalt bringt er die Erfahrung mit, wie wichtig es ist, genau hinzusehen, wo Grenzen verletzt werden und wo Menschen Schutz brauchen. Er möchte sich dafür einsetzen, dass sich Kirche weiterhin in die Gesellschaft vernetzt und dafür Räume in einer offenen und öffentlichen Kirche erhalten und neu finden, „damit wir gemeinsam Kirche in der Region gestalten, auch über Mitgliedschaftsgrenzen hinweg. Damit die befreiende Botschaft des Evangeliums in unterschiedlichen Lebenswelten erfahrbar bleibt.“
Aufgewachsen ist Martin Frank-Coulbeaut in Frankfurt und Darmstadt, studierte Theologie in Frankfurt, Göttingen und Marburg und anschließend Medienwissenschaften-Medienpraxis in Tübingen. Anschließend arbeitete er drei Jahre als Volontär und Redakteur beim Darmstädter Echo. Sein Vikariat absolvierte er in der Ev. Kirchengemeinde Egelsbach und ging danach für das Spezialvikariat für ein Jahr in die Ev. Kirche in Argentinien, Uruguay und Paraquay. Ordiniert wurde er in der Ev. Kirchengemeinde Dauernheim und Blofeld und war von 2010 bis 2018 Pfarrer im Team der Ev. Kirchengemeinde Seligenstadt und Mainhausen. Im Ev. Dekanat Rodgau war er zudem Ökumene-Beauftragter Theologischer Referent der Kirchensynode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN). Von 2018 bis 2024 war Franke-Coulbeaut Theologischer Referent der Kirchensynode der EKHN.
Propst Stephan Arras, der Dekanatssynodalvorstand, die Delegierten aus den Kirchengemeinden und die Mitarbeitenden gratulierten dem neu gewählten Dekan und würdigten dessen fachliche Kompetenz, Leitungserfahrung, Engagement und Kommunikation auf Augenhöhe.
Weitere Themen der Tagung:
Einstimmig wurde Geert Ernst aus Königstädten als neuer Vertreter in die Kirchensynode der EKHN gewählt. Der 61-Jährige ist Lehrer für Maschinenbau und Religion, hat drei erwachsene Kinder und lebt in Königstädten.
Die Bildungsbeauftragte Elke Deul hat den Synodalen einen Leitfaden für die Besetzung der gemeindepädagogischen Stelle im Nachbarschaftsraum vorgestellt.
Die Dekanatssynode hat zudem einen Gebäude-und Entwicklungsplan für das Ev. Dekanat Groß-Gerau-Rüsselsheim beschlossen.