Regenbogenflagge bleibt sichtbar

veröffentlicht 28.07.2026 von Heidi Förster, Ev. Dekanat Groß-Gerau - Rüsselsheim

Auch nach dem Anschlag in Berlin setzt sich das Evangelische Dekanat Groß-Gerau – Rüsselsheim für Minderheiten und die Rechte queerer Menschen ein. Erst im vergangenen Jahr hat das Dekanat den ersten Christopher-Street-Day (CSD) in Groß-Gerau aktiv unterstützt.

 „Auch queere Menschen sind zum Ebenbild Gottes geschaffen. Sie brauchen Schutz, Gemeinschaft und sichere Räume – in Berlin ebenso wie bei uns vor Ort“, sagt der stellvertretende Dekan Martin Franke-Coulbeaut. Dafür steht die Regenbogenflagge am Dekanatsgebäude. Sie wurde im Mai zur IDAHOBITA, dem internationalen Tag gegen Homo-, Bi, Inter-, Trans- und Asexuellenfeindlichkeit, gehisst und bleibt nun bewusst länger sichtbar: als Zeichen der Solidarität und dafür, dass queere Menschen in evangelischen Kirchengemeinden willkommen sind.
Erschüttert hat das Evangelische Dekanat Groß-Gerau – Rüsselsheim auf den Angriff im Umfeld der Feiern zum CSD in Berlin reagiert. „Mich haben mehrere Menschen angesprochen“, berichtet der stellvertretende Dekan Martin Franke-Coulbeaut. „Viele von uns denken an die Angehörigen der Getöteten, die Verletzten und alle Menschen, die diesen Angriff erlebt haben. Wir bitten Gott um Trost und Kraft für sie.“
Das Evangelische Dekanat ruft Christinnen und Christen dazu auf, an den CSD-Demonstrationen in der Region teilzunehmen und damit ein Zeichen für Vielfalt und gegen Angst und Ausgrenzung zu setzen. CSDs finden unter anderem am 15. August in Darmstadt, am 22. August in Bensheim an der Bergstraße und am 29. August in Groß-Gerau statt. Regenbogengottesdienste zu diesen Anlässen gibt es am 14. August in der Darmstädter Martinskirche und am 6. September in Groß-Rohrheim. „Gerade jetzt stehen wir sichtbar an der Seite queerer Menschen. Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass Menschen sich sicherer fühlen und mutig für eine vielfältige Gesellschaft eintreten.“